Marathonis zum Zugspitztraining auf der Hanauer Hütte

2014-08-04-Gipfelstuermer

Viele Trainingseinheiten liegen hinter den Marathonis und Coaches.

Angefangen von Ausdauer Wanderungen in der Fränkischen Schweiz und Spessart, Bergwandern in der Rhön bis hin zu Indoorklettern in der DAV Kletterhalle  Frankfurt. Den letzten Schliff, das Höhentraining,  wollten wir auf der Hanauer Hütte  auf 1920m, im österreichischen Lechtal  gelegen, absolvieren.

Am 31. Juli war es endlich soweit. Acht Marathonis und Coaches machten sich auf den Weg, die Berge zu erklimmen. Nach 6 Stunden Busfahrt in Boden (Tirol) angekommen, wurden die Wanderstiefel geschnürt und dann ging es auch schon los.

Der Aufstieg zur Hütte zeigte allen sofort, hier herrschen völlig neue Wegbedingungen vor als in Spessart, Rhön oder Fränkische Schweiz. Zunächst gemütlich, die Hanauer Hütte  bereits in Sicht, auf einer Forststraße, dann stetig bergan auf schmalen Pfaden, stiegen wir  der Hütte entgegen. Abwechslungsreiche Hindernisse auf dem Weg wie das Überschreiten schmaler Brücken ohne Geländer, die wild tosende Bergflüsse  unter sich hindurch strömen ließen, waren erste Herausforderungen im alpinen Gelände. Doch unsere Marathonis ließen sich nicht abschrecken. Nach 3  Stunden bzw. 600Hm Aufstieg wurden wir auf 1920m  vom Hüttenteam herzlich willkommen geheißen. Übernachten im Matratzenlager lässt bei Nico und Philipp echtes Hüttenfeeling aufkommen.  Unsere erste Bergtour stand  ganz im Zeichen der Akklimatisation und Gehen in alpinem Gelände. Die Wanderung zur Kogelseespitze (2645m) am folgenden Tag wurde für alle ein tolles Bergerlebnis. Ganz langsam,  sehr vorsichtig überwanderten Tina, Philipp, Noah und Nico die schmalen Pfade, stiegen über Blockgelände , ließen die Füße sicheren Halt auf schottrigen Untergründen suchen.  Immer wieder anhalten, durchatmen und Trinken, um sich auf diese Weise langsam an die Höhenluft anzupassen, hatte oberste Priorität. Leichte  Klettereien am Fixseil  durch die Schlüsselstelle bewältigten alle sehr gut.

Tina entschied sich gemeinsam mit Bettina zum Abstieg. Eine sehr vernünftige Entscheidung, denn in den Bergen ist es gut, seine Grenzen zu kennen.

Nach 5 Stunden Aufstieg ist der Gipfel der Kogelseespitze (2645m) erreicht. Wir verewigen uns mit einem  Eintrag im Gipfelbuch, und vespern ausgiebig bevor wir zum Abstieg aufbrechen. Unsere  Tour am nächsten Tag war geprägt von  Weit- und Tiefblicken. Bereits etwas vertrauter im alpinen Gelände  ging es Schritt für Schritt langsam stetig bergan. Steile,  grasbewachsene Hänge, Kraxeleien durch felsiges Gelände und das Durchschreiten eines großen Kar´s sorgen für ständige Abwechslung. Vor allem aber wird die Hanauer Hütte immer kleiner. Schwindelerregende Tief- und Weitblicke sorgen für entsprechenden Nervenkitzel. Und was wäre eine Bergtour ohne Hüttengaudi! Abends bei Knobelbecher, Bergliedern, gutem Essen und Trinken wurden die Touren ausgelassen gefeiert.

Am Sonntag stiegen wir voller bunter Eindrücke wieder in´s  Tal ab.  Wir erlebten eine unvergesslich, intensive Zeit auf der Hanauer Hütte. Möglich wurde diese Tour durch eine Spende des Laufwerk und Laufteam Gelnhausen, sowie die ehrenamtlichen Begleiter Bettina Müller, Wolfgang Meister und Christof Lorenz. 

Am 20. August geht es mit dem Laufclub 21, Projektkoordination durch Anita Kinle, durch das Reintal zur Zugspitze (2962m) dem höchsten Berg Deutschlands. Infos hierzu finden Sie unter: www.kinleanita.de