LebMalClub - Lebenshilfe Gelnhausen e. V.

stellt sich vor

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„Kennen Sie die Lebenshilfe in Gelnhausen?“ Auf diese Frage werden viele Menschen im Altkreis Gelnhausen sofort mit „Klar, die veranstalten doch den tollen Adventsbasar in der Stadthalle,“  antworten, manche kennen auch das blaue Strich-Punkt Logo und wissen, dass die Lebenshilfe sich um Belange von geistig und körperlich behinderten Menschen kümmert.

 

Aber immer noch viele wissen gar nicht, was die Lebenshilfe Gelnhausen aktiv tut.
In den folgenden Wochen werden die Aktivitäten des Vereins mit Ansprechpartnern und Kontaktadressen vorgestellt. Interessenten sollten sich die von Petra Schlinke betreute Internetseite www.lebenshilfe-gelnhausen.de ansehen oder können direkt Kontakt zu Bernd Günther (Vorsitzender) aufnehmen. Die Lebenshilfe freut sich über ehrenamtliche Helfer oder Betreuer und natürlich über Mitglieder, denen eine gute Versorgung von behinderten Menschen ein Anliegen ist.

Der LebMalClub ist inzwischen das bekannteste Angebot der Lebenshilfe in Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst (MHD). Die Ursprungsidee hatten Irmgard Brand (Lebenshilfe) und Gerald Zipf (MHD): „Wir brauchen einen Freizeittreff für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene. Nach der Schule oder Arbeit sitzen sie meist nur zu Hause, sind nicht in Vereine eingebunden und können nicht an Freizeitaktivitäten Gleichaltriger teilnehmen.“ Die Mitglieder der Lebenshilfe gaben grünes Licht für einen Freizeittreff in den barrierefreien Räumen der Lebenshilfe Zum Wartturm 5 in Gelnhausen. Was sich aus dieser Initiative entwickelt hat, übertrifft alle Erwartungen. Inzwischen sind die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen manchmal am Stöhnen. „Die Räume sind fast zu klein, wir haben manchmal bis zu 60 Besucher, das ist kaum mehr zu leisten.“  
Der LebMalClub findet alle zwei Wochen Dienstagabend von 19.00 – 21.00 Uhr statt. Es werden Getränke verkauft, man sitzt in lockerer Runde beisammen, es kann Tischfußball gespielt werden. Manchmal läuft Musik, meist gibt es ein Bastelangebot und natürlich können Spiele ausprobiert werden. In erster Linie ist es ein Treff so wie sich andere Jugendliche und Erwachsene auch treffen: zwanglos und locker, nette Leute treffen, sich austauschen, Spaß haben – oder wie heißt das heute: einfach mal chillen.
Besondere Höhepunkte sind die LebMalClub extra Angebote. Einmal im Monat ins Agostea und richtig abtanzen ist ein Dauerbrenner. Ganz besonders freuen sich die LebMalClub Teilnehmer auch, wenn sie eine kostenlose Übungsstunde beim TaekwonDo Club in Gelnhausen erhalten, Kniffs und Tricks des Golfclubs in Alsberg probieren können oder beim Fußballverein in Gelnhausen mitkicken dürfen.
Das vielfältige Angebot ist Programm. Für das LebMalClub Team ist sonnenklar, dass behinderte Menschen genau die gleichen Interessen und Wünsche haben wie Menschen ohne Handicap. So gelang es den Verantwortlichen sogar, einen Autofahrtag mit der Fahrschule Astrid Dietz zu organisieren.

Die ehrenamtlich engagierten Mitarbeiter/innen verstehen sich als Begleiter der behinderten Menschen, nehmen diesen jedoch nicht die Verantwortung ab. So muss der Fahrdienst zum Sonderprogramm selbst organisiert werden, auch die Eintrittsgelder sind zu leisten und für eventuelle Schäden haften die Teilnehmer selbst.

Die Organisatoren und der Vorstand der Lebenshilfe haben ein Problem zu bewältigen, was im Grunde ein voller Erfolg und eine tolle Bestätigung für die Gründer ist: die große Resonanz führt zu Kapazitätsproblemen sowohl der ehrenamtlichen Helfer/innen als auch der Räume. „Da finden wir eine Lösung,“ sind sich Bernd Günther, Irmgard Brandt und Gerald Zipf einig – vielleicht finden sich noch viele Helfer/innen, so dass das Angebot wöchentlich stattfinden kann.

Regina Kriegsmann

Vorstandsmitglied